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Als schwarze Zähne noch erotisch waren

Als schwarze Zähne noch erotisch waren

schwarzer zahnWir tun heute alles dafür, dass unsere Zähne möglichst schön weiß bleiben. Denn schließlich gelten blendendweiße Zähne als Inbegriff der Schönheit, der Gesundheit und der Attraktivität. Doch halt, das war nicht immer so. Denn in Japan galt im 8. Jahrhundert genau das Gegenteil. Je schwärzer die Zähne, desto erotischer und desto attraktiver. Was sagt uns das?
„Vanitas vanitatum“ war ein Leitmotiv des deutschen Barock. „Alles ist eitel“ und somit sind Geld, Schönheit oder Gesundheit vergänglich. Ebenso vergänglich wir unser aller Dasein ist schließlich auch das Ideal der Schönheit.

 

Würde man einen Schönheitswettbewerb zwischen allen Epochen seit der Antike bis heute veranstalten, gäbe es vermutlich kaum einen gemeinsamen Konsens darüber, was überhaupt Schönheit ist. Somit ist es nicht verwunderlich, dass auch unsere Zahnästhetik immer wieder neu erfunden wird. Heute gilt jedoch fast weltweit: Je weißer die Zähne, je gerade die Zähne und je symmetrischer das Gebiss, desto schöner. Kieferorthopäden und Zahnärzte in allen Ländern der Welt tun täglich ihr Bestes, um an schönen Gebissen zu arbeiten und Menschen ein gutes Gefühl zu geben.

 

Alles schwarz

Schwarze Zähne werden heute mit sozialem Abstieg, Hexentum oder dem Mittelalter in Verbindung gebracht. Doch in Japan gab es während der Heian-Zeit eine Stilrichtung, die gerade das Schwarz der Zähne zum Schönheitsideal erhob. Jetzt könnte man anmerken, dass das Land der aufgehenden Sonne ohnehin bekannt für außergewöhnliche Bräuche ist. Doch bedenkt man den tiefgreifenden Wandel der Schönheitsideale sollte man sich auch über den Brauch der schwarzen Zähne nicht wundern.
Gefärbt wurde das Gebiss mit Hilfe von Nägeln und Eisenspänen. Diese wurden zuvor in Tee oder Reiswein eingelegt, damit die Oberfläche oxidieren konnte. Mit einem Pinsel wurde die schwarze Tinktur anschließend immer wieder auf die Zahnoberfläche aufgetragen.

 

Die Einwohner Japans konnten lange Zeit an der Schwarzfärbung erkennen, ob ein Mädchen der Oberschicht zum Beispiel volljährig, geschlechtsreif und somit potentielle Hochzeitspartnerin war. Darüber hinaus wies der schwarze Zahn darauf hin, dass eine Frau verlobt oder verheiratet war. Bedeutsam an dem „Ohaguro“ (dt. Zahnschwärzen) genannten Brauch ist sicherlich, dass er überwiegend von Frauen genutzt wurde. Schließlich sollte die Schwarzfärbung analog zur Nacht, die sich dem Tag unterwirft, die Unterwerfung und Treue der Frau symbolisieren.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Brauch schließlich von der damaligen japanischen Regierung verboten. Vereinzelt wurde das Ritual jedoch bis ins 20. Jahrhundert aufrechterhalten.
Heute wird in Japan vermutlich kaum noch jemand das Ohaguro pflegen, es sei denn er leidet massiv an Karies….



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